Welche Straßenräume eignen sich?

Für Begegnungszonen eignen sich grundsätzlich alle Straßenräume, an denen ein annäherndes Gleichgewicht zwischen Aufenthalts- und Verkehrsansprüchen besteht oder die sozialen Straßenfunktionen überwiegen. Insbesondere das Aufkommen an Fußgängern und motorisierten Verkehrsteilnehmern sollte sich in etwa die Waage halten, so dass in erster Linie dichtbebaute Quartiere in Frage kommen:

Wohnstraßen

Dieser Straßentyp mit seiner wichtigen Funktion als Sozialisations- und Kommunikationsraum ist der in der Praxis am häufigsten vorkommende Anwendungsbereich für Begegnungszonen.  Auch Bereiche vor Schulen oder anderen sensiblen Einrichtungen eignen sich für diese neue Form der Verkehrsberuhigung.

Bahnhofsvorplätze

Aufgrund der hohen Fußgängerfrequenz und der großen Dichte an Linien des ÖPNV oder anderen Verkehrsträgern sind Bahnhofsvorplätze ein weiterer räumlicher Anwendungsbereich. Darüber hinaus können z.B. durch auffällige Bodenmarkierungen auch ästhetische Akzente in diesen prominenten Stadträumen gesetzt werden.

Innenstädte/ Altstädte/ Geschäftsstraßen

Insbesondere Geschäftsstraßen mit ihren vielfältigen Nutzungsüberlagerungen stellen ein interessantes Anwendungsgebiet dar. Begegnungszonen können hier Alternativen zu kostenintensiven Fußgängerzonen sein, wobei aus städtebaulichen Gründen bauliche Ergänzungen sinnvoll sein können. Als positives Beispiel kann hier der Zentralplatz im schweizerischen Biel gelten, bei dem trotz zahlreicher sich überlagernder Nutzungen und Verkehrsarten ein attraktiver und funktionierender Stadtplatz  geschaffen werden konnte (vgl. Foto unten links).